Zweiwege-Bagger mit Schnellwechselsystem

Artikel vom 29. November 2021
Gleisbau

Der Liebherr-Zweiwegebagger »A 922 Rail« beweist seine Flexibilität: sowohl auf der Straße wie auf der Schiene kommt er zum Einsatz (Bild: Liebherr).

Mit den beiden Zweiwegebaggern »A 922 Rail« und »A 924 Rail« präsentierte Liebherr auf der Messe IAF die neueste Generation. Der »A 922 Rail« hat ein Einsatzgewicht von 20.400 bis 23.400 kg. An beiden Seiten des Unterwagens ist das Schienenfahrwerk angebracht. Während des Aufgleisens bringt das Schienenfahrwerk die Bereifung auf Schienenniveau, wobei die inneren Räder der Zwillingsbereifung den Fahrantrieb auf der Schiene übernehmen. Neben der Standardballastierung steht beim »A 922 Rail« nun auch ein überarbeitetes, schweres Ballastgewicht mit einem verkürzten Heckschwenkradius von 2000 mm zur Verfügung. Die maximalen Traglasten können über einen Power Lift-Modus sowie eine optionale 4-Punkt-Abstützung zusätzlich erhöht werden. Der »A 924 Rail« hat ein Einsatzgewicht von 21.800 bis 25.000 kg. Das Schienenfahrwerk ist ebenfalls an beiden Seiten des Unterwagens angebracht. Während des Aufgleisens wird achsweise die Schienenführung abgesenkt, bis die inneren Räder der Zwillingsbereifung am Schienenrad anliegen und für den Reibschluss des Fahrantriebes sorgen.

In beiden Maschinen ist ein 120 kW / 163 PS starker und robuster Motor verbaut. In Kombination mit dem optimal abgestimmten Hydrauliksystem erreichen die Maschinen konstant hohe Arbeitsgeschwindigkeiten bei gewohnt flüssigen Arbeitsbewegungen. Für die Abgasstufe V setzt Liebherr auf ein neu entwickeltes SCRT-System bestehend aus einem SCR-Katalysatorsystem und einem serienmäßigen Partikelfilter. Das innovative Hydraulikkonzept umfasst eine Liebherr-Verstelldoppelpumpe mit unabhängigen Regelkreisen. Leistungsstarke, hydraulische Anbauwerkzeuge können so unabhängig von den Arbeits- und Fahrbewegungen der Maschinen betrieben werden. Der serviceorientierte Maschinenaufbau garantiert kurze Wartungszeiten und minimiert dank Zeitersparnis die anfallenden Wartungskosten. Alle Wartungspunkte sind bequem vom Boden aus zugänglich.

Die großzügigen Doppelkabinen mit serienmäßigem Überrollschutz (ROPS) bieten mit ihrem modernen Raumdesign beste Voraussetzungen für komfortables, konzentriertes und produktives Arbeiten. Die gewohnt großzügige Verglasung in Kombination mit serienmäßigen Heck- und Seitenkameras sorgt für optimale Sicht auf den Arbeits- und Schwenkbereich.

Da im Gleisbau die Arbeitssicherheit eine wichtige Rolle spielt, bietet Liebherr speziell für Schieneneinsätze entwickelte Sicherheitssysteme aus eigener Hand an. Zahlreiche Ausstattungen wie beispielsweise die Rohrbruchsicherungen an Hub- und Stielzylindern, elektronische Höhen- und Schwenkbegrenzung, Lastmomentbegrenzung nach EN 15746-2, durchwurfhemmende Dachscheibe aus Verbundsicherheitsglas, Überrollschutz (ROPS) und der Notausstieg durch die Heckscheibe sorgen für größtmögliche Sicherheit bei jedem Einsatz.

Die Zweischalengreifer »GMZ 22« sind prädestiniert für den Gleisbaueinsatz (Bild: Liebherr).

Um die verschiedenen Baustellenanforderungen wirtschaftlich und zuverlässig zu meistern, bietet Liebherr ein umfangreiches Portfolio an Anbauwerkzeugen an. Mit dem vollhydraulischen Liebherr-Schnellwechselsystem »LIKUFIX« können sowohl mechanische als auch hydraulische Anbauwerkzeuge schnell und sicher aus der Fahrerkabine heraus gewechselt werden. Beide auf der IAF ausgestellten Zweiwegebagger waren mit »LIKUFIX« ausgerüstet. Für die Bagger steht eine große Auswahl an Anbauwerkzeugen zur Verfügung. Eines davon ist beispielsweise die Schwenkeinheit »LiTiU«. Diese steigert die Funktionalität von Anbauwerkzeugen durch einen zusätzlichen Schwenkwinkel von bis zu 2 x 50°. Gerade im Gleisbau stellt dies einen großen Vorteil dar, da bedingt durch die Gleisinfrastruktur mehr Einschränkungen im Baustellenbetrieb gegeben sind. »LiTiU« erweitert den Arbeitsbereich der Maschinen und die Produktivität kann deutlich gesteigert werden, denn auch schwer zugängliche Stellen können mit dem zusätzlich generierten Schwenkwinkel bearbeitet werden.

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