Angebot an E-Bussen wurde weiter ergänzt
E-Busse
Mit elektrischen Bussen hat sich BYD längst auch auf dem europäischen Markt etabliert. Nach ersten schweren Anfängen überzeugen die Fahrzeuge heute mit moderner Technik, hoher Reichweite und Fertigung innerhalb der EU – wie das neue Modell »B 12 b«, das bereits bei mehreren deutschen Verkehrsbetrieben im Einsatz steht.

BYD »B 12 b« der NEW Mönchengladbach (Bild: Christian Marquordt).
2003 startete BYD, ein Unternehmen der chinesischen Elektroindustrie, mit dem Bau elektrischer Pkw. Alle elektrischen Teile, die dafür benötigt werden, stellte man im eigenen Haus her. Man musste also nur noch Chassis- und Karosseriebau ergänzen.
Elektrische Busse folgten schon bald. Um auch in Europa erfolgreich verkaufen zu können, wurde in Schiedam bei Rotterdam BYD Europa gegründet. Ein erster Testbus lief schon 2012 bei den Bonner SWB, und er tat auch brav, was er sollte. er hatte nur ein Problem: seine Batterien waren so schwer, dass er vollbesetzt ein Gesamtgewicht von 23 t hatte – das waren fünf Tonnen zu viel, für die es einer Ausnahmegenehmigung bedurfte. Und selbst damit durfte er bei 12 m Länge nur 60 Fahrgäste mitnehmen, sonst wären die 23 t auch noch überschritten worden.
Inzwischen sind die Batterien (bei allen Herstellern) viel leichter geworden, man kommt problemlos mit dem vom Gesetz vorgesehenen zulässigen Gesamtgewicht aus. Und BYD hat in Ungarn ein Werk für Busse aufgebaut. Damit produziert man in der Europäischen Union, und man spart lange Transportwege von China nach Europa.
BYD hat sein Angebot auf dem Europäischen Busmarkt deutlich ausgeweitet. Neben den seit langem bekannten 12 m langen Solowagen »K 12 UD«, der auch schon mit gutem Erfolg an Tochterunternehmen der Deutschen Bahn sowie kommunale Verkehrsbetriebe wie die Bochumer Bogestra, die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel, die NEW in Mönchenladbach, die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) sowie die RSVG in Troisdorf geliefert worden ist, ist jetzt der Nachfolger des »K 12 UD« im Angebot dazu gekommen, der »B 12 b«. Beide Typen sind zurzeit noch parallel im Angebot, optisch unterscheiden sie sich deutlich, der »B 12 b« wirkt moderner. BYD sagt, er könne eine Reichweite von bis zu 600 km haben, bei einer Batteriekapazität, die je nach vom Kunden gewünschter Batterie-Ausstattung 500 kWh betragen könne. Die NEW aus Mönchengladbach hat Ende 2025 gleich 30 BYD »B 12 b« in Dienst gestellt (nach 15 »K 12 UD« in 2024). Weitere Wagen des neuen Typs gingen zum Beispiel an die STOAG in Oberhausen.
In Mönchengladbach berichtet man, die Wagen seien im Werk in Shenzhen in China gebaut worden, die Endabnahme sei aber im Werk von BYD in Ungarn erfolgt.


