Leit- und Sicherungstechnik für Nürnberg–Regensburg erneuert

Artikel vom 31. Juli 2026
Bauausführung

Die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg ist nach der Modernisierung wieder freigegeben. Hitachi Rail hat elektronische Stellwerke hochgerüstet, Achszählsysteme erneuert und die Leit- und Sicherungstechnik auf künftige ETCS-Upgrades vorbereitet.

(Bild: Hitachi Rail)

Nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten ist die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg wieder vollständig für den Zugverkehr freigegeben. Ab 1. August 2026 fahren alle Züge wieder im Regelbetrieb. Hitachi Rail war als Projektpartner an der technologischen Erneuerung des stark frequentierten Abschnitts beteiligt und hat dafür unter anderem »Leit- und Sicherungstechnik« umgesetzt.

Die Strecke gehört zur europäischen Verkehrsachse Rhein–Donau und ist eine zentrale Bahnverbindung in Bayern sowie im grenzüberschreitenden Verkehr nach Österreich. Sie ist außerdem Teil der bis 2036 geplanten Korridorsanierungen der Deutschen Bahn. Ziel dieser Programme ist es, Leistungsfähigkeit und Qualität der Infrastruktur zu erhöhen.

Für Fahrgäste werden die Verbesserungen vor allem im Betrieb spürbar: Die erneuerten Systeme schaffen die Grundlage für zuverlässigere Abläufe, besser planbare Anschlüsse und mehr Verlässlichkeit im täglichen Bahnverkehr.

Elektronische Stellwerke und ETCS-Vorbereitung

Zu den umgesetzten Arbeiten zählen die Hochrüstung von acht bestehenden elektronischen Stellwerken, die Erneuerung des Achszählsystems als »ETCS-ready«-Lösung sowie die Migration des Leit- und Bediensystems im Steuerbezirk München mit der Unterzentrale Neumarkt. Ergänzend wurden signaltechnische Anpassungen entlang der Strecke vorgenommen.

Die Umsetzung erfolgte innerhalb von knapp sechs Monaten. Die neue Technik soll eine stabilere Betriebsführung, höhere Kapazität und mehr Flexibilität im Streckenbetrieb ermöglichen. Damit entstehen Voraussetzungen für künftige Upgrades wie ETCS.

Zusammenarbeit im Korridorprojekt

Nach Angaben der Projektbeteiligten war die enge Abstimmung mit DB InfraGO ein zentraler Faktor für die Inbetriebnahme. Die Modernisierung der Strecke Nürnberg–Regensburg ist Teil eines größeren Programms zur Erneuerung stark belasteter Schienenkorridore.

Auch im angrenzenden Abschnitt Obertraubling–Passau ist das Unternehmen eingebunden. Dort hat DB InfraGO im Juni 2026 die Arbeiten gestartet. Ziel ist die schrittweise Erneuerung der Verkehrsachse, um bestehende Netze mit digitalen Lösungen weiterzuentwickeln und die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs zu stärken.

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