DB Regio testet Prüfgruppen bei Ticketkontrollen an der Mosel

Artikel vom 4. August 2026
Sicherheitssysteme

DB Regio setzt in der Region Rhein-Mosel-Saar erstmals auf Prüfgruppen bei Ticketkontrollen. Das Pilotprojekt startet auf der Strecke zwischen Trier und Koblenz und soll die Sicherheit der Beschäftigten bei Kontrollen erhöhen.

Presseinformation »Für mehr Sicherheit: DB Regio setzt künftig auch auf Prüfgruppen bei Ticketkontrollen« (Bild: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt)

In der Region Rhein-Mosel-Saar startet DB Regio ein Pilotprojekt mit Prüfgruppen bei Ticketkontrollen. Seit dem 3. August 2026 führen sechs bis acht Mitarbeitende gemeinsam Vollkontrollen in Zügen durch. Der erste Einsatzbereich liegt auf dem Abschnitt zwischen Trier und Koblenz.

Die Maßnahme ergänzt bereits laufende Projekte, bei denen Kontrollpersonal in Doppelbesetzung oder im Tandem mit einer Sicherheitsfachkraft unterwegs ist. Ziel ist es, die Personalpräsenz in Kontrollsituationen zu erhöhen und damit Beschäftigte besser zu schützen. Gleichzeitig sollen die Teams in angespannten Situationen schneller deeskalierend wirken können.

Mehr Personal bei Vollkontrollen

Die mehrköpfigen Teams sollen gemeinsam durch die Züge gehen und dort Fahrkarten kontrollieren. Nach Angaben aus der Presseinformation steht dabei vor allem die Sicherheit der Mitarbeitenden im Fokus. Hintergrund sind verbale und tätliche Übergriffe, die bei Fahrkartenkontrollen immer wieder vorkommen.

Mit der verstärkten Präsenz soll die Hemmschwelle für Angriffe steigen. Zudem können mehrere Mitarbeitende in kritischen Situationen anders auftreten als Einzelpersonen. Das Pilotprojekt knüpft damit an bestehende Ansätze an, bei denen Kontrollpersonal nicht allein eingesetzt wird.

Einsatz zunächst zwischen Trier und Koblenz

Der Abschnitt an der Mosel wurde für den Start ausgewählt. Die Kontrollteams entstehen dort durch die Kombination von Mitarbeitenden aus zwei Verkehrsverträgen. Dadurch sollen die Gruppen zügig mehrere Züge erreichen und Vollkontrollen durchführen können.

Der SPNV-Nord verweist in der Presseinformation darauf, dass solche Teams aus städtischen Nahverkehrssystemen bekannt sind, im Schienenpersonennahverkehr aber weniger verbreitet eingesetzt werden. Voraussetzung sei, dass Personal und betriebliche Rahmenbedingungen zusammenpassen.

Kontrollen und Fahrscheinerlöse

Neben der Sicherheit spielt auch die Einnahmensicherung eine Rolle. Fahrgäste sollen mit gültigen Fahrscheinen unterwegs sein. Die Presseinformation verweist darauf, dass SPNV-Aufgabenträger und Länder hohe Mittel für den Betrieb der Verkehre bereitstellen. Fahrgelderlöse tragen ergänzend dazu bei, diese Angebote für Reisende zu ermöglichen.

Nach dem Start zwischen Trier und Koblenz ist vorgesehen, den Einsatz der Kontrollteams zu einem späteren Zeitpunkt auf weitere Strecken in Rheinland-Pfalz auszuweiten.

Bildunterschrift: Presseinformation »Für mehr Sicherheit: DB Regio setzt künftig auch auf Prüfgruppen bei Ticketkontrollen« (Bild: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt)

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