Neue Salzbergbahn Hallstatt mit barrierefreiem Zugang eröffnet

Artikel vom 28. August 2026
Sonstige

Die neue »Salzbergbahn« bringt Gäste wieder auf den Hallstätter Salzberg: barrierefrei, mit waagerecht regulierten Kabinen und großen Glasflächen. Garaventa lieferte die Seilbahntechnik; ergänzt wird das Angebot durch erneuerte Besucherbereiche, Bistro, Terrasse und Store.

(Bild: Salzwelten/Thomas Sattler)

Ab 29. August 2026 sind die neue »Salzbergbahn« und die modernisierten »Salzwelten Hallstatt« wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Damit geht das Bauprojekt in den Regelbetrieb über und erweitert das Besuchererlebnis am Salzberg. Die Standseilbahn bringt Gäste komfortabel und barrierefrei zum Bergwerk. Oben wie unten wurden Aufenthaltsbereiche, ein Bistro, eine Aussichtsterrasse und ein 300 m² großer Store in das Angebot integriert. Ziel ist es, die mehr als 7.000-jährige Geschichte des Hallstätter Salzabbaus zeitgemäß zu vermitteln und die Infrastruktur für kommende Generationen nutzbar zu machen.

Barrierefrei auf den Salzberg

Die neue Anlage wurde gemeinsam mit der Doppelmayr Gruppe umgesetzt. Die Kabinen stammen von Carvatech aus Oberweis bei Gmunden, die Seilbahntechnik lieferte Garaventa. Beide Fahrzeuge fassen jeweils 60 Personen. Eine automatische Niveauregulierung hält die Fahrgasträume während der Fahrt waagerecht. Dadurch wird der Zu- und Ausstieg komfortabler und barrierefrei möglich. Großzügige Verglasungen ermöglichen während der Fahrt Ausblicke auf Hallstatt, den Hallstätter See und die umliegende Bergwelt.

Beim Kabinendesign wurde das Thema Salz als gestalterisches Element aufgegriffen. Die Fahrzeuge erinnern in ihrer Formensprache an Salzkristalle und verbinden dieses Motiv mit großen Glasflächen. So wird bereits die Fahrt zum Bergwerk Teil des Besucherangebots. Die Umsetzung war aufgrund der topografischen und geologischen Bedingungen anspruchsvoll. Arbeiten auf engem Raum erforderten eine genaue Planung und eine flexible Abstimmung der beteiligten Projektpartner.

Stationen mit klarer Besucherführung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der architektonischen Gestaltung der Stationen. Die Talstation fügt sich als kompakter Baukörper in die UNESCO-Welterbelandschaft ein. Im Erdgeschoss mit Holzfassade befinden sich die Seilbahntechnik, Kassenplätze und der Infostand. Das transparente Obergeschoss mit vorgelagerter Besucherterrasse bietet Platz für die Gäste. Helle Bereiche, weite Sichtachsen und eine offene Bauweise sollen die Orientierung erleichtern und den Bezug zur historischen Umgebung erhalten.

Auch die Bergstation wurde behutsam in das Umfeld integriert. Der auskragende, verglaste Bahnsteig mit vorgelagerten Holzlamellen liegt über einem massiven Sockel. Darüber schließt ein Bistro mit Terrasse an den Erlebnisweg im Hochtal an. Die Architektur verbindet die Anforderungen einer modernen touristischen Infrastruktur mit dem sensiblen Umfeld einer historisch geprägten Landschaft.

Technische Eckdaten

Die Standseilbahn wurde 2026 gebaut. Die Talstation liegt auf 515 m ü. A., die Bergstation auf 840 m ü. A.; die Höhendifferenz beträgt 325 m. Die Strecke ist 593 m lang und erreicht eine maximale Neigung von 87,72 %. Die Fahrgeschwindigkeit liegt bei 5,5 m/s, die Fahrzeit bei 2,6 Minuten. Pro Fahrzeug können 60 Personen befördert werden, die Förderleistung beträgt 1.000 Personen pro Stunde. Das Zugseil hat einen Durchmesser von 45 mm, das Gegenseil misst 22 mm.

Teilen
PDF-Download
Weiterempfehlen
Drucken
Anzeige Hersteller aus dieser Kategorie