Optimierter Fahrgast-Alarmgriff mit erweitertem Wartungskonzept
Fahrgastsicherheit
Mit dem Fahrgast-Alarmgriff »PAD 41« stellt Schaltbau einen Nachfolger der PAD-40-Serie vor. Das System bietet längere Inspektionsintervalle, vereinfachte Wartung und bleibt mechanisch kompatibel zu bestehenden Installationen.

Der Fahrgast-Alarmgriff »PAD 41« ermöglicht längere Inspektionsintervalle und eine vereinfachte Wartung bei gleichbleibender mechanischer Kompatibilität (Bild: Schaltbau).
Mit dem Fahrgast-Alarmgriff »PAD 41«, erstmals auf der InnoTrans 2024 vorgestellt, präsentiert Schaltbau den Nachfolger der PAD-40-Serie. Das Gerät ist mechanisch kompatibel mit bestehenden Installationen, sodass ein Austausch ohne Anpassung der Montagefläche möglich ist. Dies erleichtert die Nachrüstung in bestehenden Flotten ebenso wie die Integration in neue Fahrzeugkonzepte.
Eine zentrale Weiterentwicklung ist der erhöhte B10d-Wert des »PAD 41«, der längere Prüfzyklen ermöglicht. Als Kennzahl für die Zuverlässigkeit beschreibt der B10d-Wert die Anzahl der Betätigungen, bei der weniger als zehn Prozent der Fahrgast-Alarmgriffe einen Ausfall erwarten lassen. Beim »PAD 40« ergaben sich daraus empfohlene Prüfintervalle von sechs Monaten. Mit einem B10d-Wert von 30.000 Betätigungen erlaubt der »PAD 41« Inspektionsintervalle, die je nach Betriebsbedingungen mit regulären Wartungszyklen von zwei bis drei Jahren übereinstimmen können. Dies reduziert Wartungsaufwand und Stillstandszeiten, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Auch nach Jahren zuverlässig
»Fahrgast-Alarmgriffe werden im regulären Betrieb nur selten betätigt, müssen aber auch nach Jahren zuverlässig funktionieren. Der »PAD 41« ist für den Einsatz in Fahrgast-Schienenfahrzeugen ausgelegt, bei denen planbare Prüfintervalle, einfache Wartung und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind«, erklärt Helmut Pusch, CEO der Schaltbau GmbH Gruppe. Er ergänzt, dass der »PAD 41« als direkter Ersatz für den »PAD 40« ohne Änderungen an den Schnittstellen eingesetzt werden kann und Verbesserungen bei Prüfintervallen, Wartungsaufwand und Konfigurationsmöglichkeiten bietet.
Der modulare Aufbau des »PAD 41« ermöglicht es, Gehäuseteile und Griffe separat auszutauschen, ohne das gesamte Gerät zu demontieren. Die Instandhaltung wird zusätzlich durch wartungsfreie Gleitlager ohne regelmäßige Schmierung sowie durch eine Steckbolzenbefestigung für die Schnappschalter erleichtert. Der »PAD 41« kann mit bis zu vier Schnappschaltern der Typen S826 oder S870 ausgestattet werden.
Die Fahrgast-Alarmgriffe »PAD 41« sind in verschiedenen Varianten und Ausstattungsoptionen erhältlich. Dazu zählen zwei Gehäuseversionen, ein Nothammer mit verriegelbarem Hammerhalter, LED-Anzeigeleuchten, individuelle Beschriftungen sowie ein optionaler Fern-Reset, der sowohl manuell als auch über einen elektrischen Eingang ausgelöst werden kann.


