Görlitz und Zwickau setzen auf neue »TINA«-Straßenbahnen
Schienenfahrzeuge
Mit der Bestellung neuer »TINA«-Straßenbahnen modernisieren Görlitz und Zwickau ihre Straßenbahnflotten grundlegend. Die vollständig niederflurigen Fahrzeuge von Stadler sollen ab 2028 mehr Komfort, Barrierefreiheit und Energieeffizienz in den Nahverkehr der beiden sächsischen Städte bringen.

Die für Sachsen vorgesehenen Fahrzeuge sind rund 30 m lang, vollständig niederflurig und konsequent auf Barrierefreiheit ausgelegt (Bild: Stadler).
Stadler hat den Zuschlag zur Lieferung von 14 modernen Niederflur-Straßenbahnen des Typs »TINA« an die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) und die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) erhalten. Damit setzen aktuell bereits acht europäische Städte auf den Stadler-Tram-Typ »Tina«, der deutlich mehr Komfort für die Fahrgäste bietet. Der Einsatz ist auf den meterspurigen Netzen in Görlitz (acht Straßenbahnen) und Zwickau (sechs Straßenbahnen) vorgesehen und die Inbetriebnahme erfolgt ab 2028.
Mit dem Auftrag setzen beide Verkehrsunternehmen langfristig auf eine moderne, barrierefreie und zukunftsfähige Straßenbahnflotte. »TINA« steht für »Total integrierter Niederflur-Antrieb«. Damit bietet Stadler eine Straßenbahn, die innerhalb kurzer Zeit breite Marktakzeptanz gefunden hat und sukzessive in immer mehr Städten Europas zum Einsatz kommt. In den Städten Basel, Den Haag, Darmstadt, Gera, Halle (Saale) und Rostock fahren die »TINA«-Trams bereits.
Die für Sachsen vorgesehenen Fahrzeuge sind rund 30 m lang, vollständig niederflurig und konsequent auf Barrierefreiheit ausgelegt. Breite Türen, stufenlose Übergänge sowie großzügige Multifunktionsbereiche erleichtern den Zugang für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität ebenso wie für Familien oder Personen mit Gepäck. Der Innenraum folgt einem klaren Komfortanspruch: Hohe Decken und große Panoramafenster schaffen ein offenes, helles Raumgefühl. Vollklimatisierte Fahrgasträume sorgen für angenehme Temperaturen zu jeder Jahreszeit. Moderne Informations- und Monitorsysteme bieten klare Orientierung. Ergonomisch gestaltete Fahrerstände für das Fahrpersonal mit dem Stadler-»UNIBOARD«, das zentrale Fahrzeugfunktionen übersichtlich bündelt. Assistenzsysteme, wie zum Beispiel ein Kollisionswarnsystem, das den Bereich vor der Straßenbahn überwacht und das Fahrpersonal bei potenziellen Gefahrensituationen frühzeitig warnt, unterstützen sicheres und konzentriertes Fahren.
Gleichzeitig sind die »TINA«-Trams auf die Bedürfnisse der Betreiber ausgelegt: Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit und eine hohe Standardisierung über verschiedene Fahrzeugvarianten hinweg ermöglichen einen wirtschaftlichen und langfristig stabilen Betrieb. Stadler begleitet die Projekte von der Auslegung über Fertigung und Zulassung bis zur Inbetriebnahme in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen. Ziel ist es, pünktlich verfügbare Fahrzeuge mit hoher Qualität und langfristiger Betriebssicherheit bereitzustellen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des urbanen Nahverkehrs in Görlitz und Zwickau zu leisten. Gefertigt werden die Fahrzeuge von Stadler in Polen.


