Tag des Busses: Mittelstand stärkt Mobilität im ÖPNV

Artikel vom 22. September 2026
Service und Dienstleistungen

Am 19. September öffneten Busunternehmen während der Europäischen Mobilitätswoche bundesweit ihre Betriebshöfe. Der bdo machte damit sichtbar, wie private und mittelständische Betriebe Nahverkehr, Teilhabe und Berufsperspektiven in den Regionen sichern.

Busse, Menschen, Begegnungen: Der Tag des Busses machte die Vielfalt der Branche vor Ort erlebbar. (Bild: NWO)

Der »Tag des Busses« fand am 19. September 2026 deutschlandweit statt und war erneut Teil der Europäischen Mobilitätswoche. Bundesweit öffneten Busunternehmen ihre Betriebshöfe und gaben Einblicke in den Alltag einer Branche, die Stadt und Land verbindet. An vielen Standorten konnten Interessierte auf dem Fahrersitz Platz nehmen, Fahrzeuge aus der Nähe kennenlernen und die Arbeit rund um den Bus erleben.

Der Aktionstag startete 2023 mit rund zehn Unternehmen und ist seither gewachsen. Im Mittelpunkt standen nicht nur Fahrzeuge und Technik, sondern auch die Menschen, die den Betrieb täglich möglich machen: im Fahrdienst, in Werkstätten, in der Verwaltung und in der Organisation vor Ort. Regionale Fahrschulen und Agenturen für Arbeit ergänzten das Programm mit Informationen zu Einstiegsmöglichkeiten und Qualifizierungswegen.

Einblicke in Berufe und Betrieb

Die teilnehmenden Unternehmen zeigten, wie vielfältig die Aufgaben in der Branche sind. Beschäftigte berichteten aus ihrem Arbeitsalltag und machten deutlich, welche Kenntnisse im Fahrbetrieb, in der Instandhaltung und in der betrieblichen Planung gebraucht werden. Für Besucherinnen und Besucher wurde so erlebbar, dass Mobilität im öffentlichen Verkehr auf vielen Tätigkeiten und gut abgestimmten Abläufen beruht.

Gerade kleine und mittelständische Busunternehmen sind in ihren Regionen fest verankert. Sie kennen lokale Anforderungen, sichern Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass Menschen auch abseits großer Städte mobil bleiben. Damit leisten sie einen Beitrag zu gesellschaftlicher Teilhabe und zur Anbindung ländlicher Räume.

Bus bleibt wichtig für den Nahverkehr

Die Bedeutung des Busses zeigen die in der Pressemitteilung genannten Fahrgastzahlen: 2025 nutzten mehr als 5 Milliarden Menschen den Bus im Nahverkehr. Zugleich verweist die Mitteilung auf Emissionswerte des Umweltbundesamts: Ein Linienbus im Nahverkehr verursacht durchschnittlich 90 Gramm Treibhausgase pro Personenkilometer, ein Pkw 164 Gramm. Im Fernverkehr liegt der Wert beim Bus bei 30 Gramm.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) e.V. hebt hervor, dass Busbetriebe Menschen und Regionen verbinden und bezahlbare Mobilität ermöglichen. Zugleich verweist der Verband auf steigende Kraftstoffpreise, die viele Betriebe belasten. Für eine gelingende Mobilitätswende seien daher der Bus und die Leistungsfähigkeit mittelständischer Unternehmen wichtige Faktoren.

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