»InnoTrans 2026« startet mit KI, Robotik und 3.170 Ausstellern
Messen
Die »InnoTrans 2026« ist in Berlin mit 3.170 Ausstellern aus 59 Ländern gestartet. Auf dem Gelände der Messe Berlin stehen 180 Weltpremieren, mehr als 100 Fahrzeuge sowie Themen wie KI, Robotik, alternative Antriebe, Cybersecurity und vernetzte Mobilität im Fokus.

Eröffnungsfeier zur InnoTrans 2026: Redner Dirk Hoffmann, Geschäftsführer Messe Berlin GmbH (Bild: Messe Berlin GmbH)
Die »InnoTrans 2026« ist eröffnet: Bis zum 25. September präsentieren 3.170 Aussteller aus 59 Ländern neue Fahrzeuge, Technologien und Lösungen für die Mobilität. Die Veranstaltung belegt 42 Hallen sowie das Gleis- und Freigelände der ausgebuchten Berliner Messe. Gegenüber 2024 sind rund 200 Unternehmen mehr vertreten. Zur 15. Ausgabe kommen 32 Gemeinschaftsstände aus 25 Nationen und 14 Delegationsrundgänge, unter anderem aus Finnland, den USA, Kanada und Indien. Vor 30 Jahren startete die Fachmesse in Berlin mit 172 Ausstellern.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas. In der Eröffnungsrunde diskutierten Vertreter aus Politik und Industrie vor mehr als 1.800 geladenen Branchenvertretern über internationale Zusammenarbeit, den Ausbau leistungsfähiger Verkehrsinfrastruktur und die Rolle der Schiene für künftige Mobilitätsangebote.
KI, Robotik und neue Fahrzeuge
Zu den zentralen Themen gehören 180 Weltpremieren. Auf rund 3.500 laufenden Gleismetern werden 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern gezeigt. CRRC präsentiert eine wasserstoffbetriebene Hybrid-Lokomotive, Siemens Mobility stellt die Plattform »Vectron X« vor, Alstom zeigt drei Fahrzeuge auf dem Gleisgelände. Hinzu kommen Konzepte für Nachtzüge sowie zwei Busse von DB Regio und Škoda im Bus Display.
Neben alternativen Antrieben und autonomem Betrieb im ÖPNV rücken Künstliche Intelligenz und Robotik stärker in konkrete Anwendungen für Betrieb, Instandhaltung und Infrastruktur. Erstmals werden geführte Themenrundgänge zu Robotik angeboten. In den Bereichen »Mobility+« und »AI Mobility Lab« geht es zudem um vernetzte Mobilität, Cybersecurity und KI-Anwendungen im Segment Public Transport.
Fachdialog, Nachwuchs und neue Formate
Die Convention bündelt auch 2026 den fachlichen und politischen Austausch. In Dialogforen greifen Verbände und Organisationen Themen wie Bahntechnik im Abo, Innenraumlösungen, Effizienz im Eisenbahnsektor, Tunnelbau, ERTMS, KI im ÖPNV, Resilienz in der Mobilität, Digitalisierung im Tunnelbetrieb, vernetzte sowie elektrische und autonome Busse und Cybersicherheit in der Bahnindustrie auf.
Weitere Programmpunkte sind der Rail Leaders’ Summit, die Gründungsveranstaltung des europäischen Infrastrukturverbandes ENIM und der African European Industry Dialogue on Railways. Mit dem Hackathon »AI On Track« arbeiten mehr als 50 Programmierende während der Messe an Aufgaben aus der Bahnbranche. Das Railway Influencer Festival bringt Content Creator mit Ausstellern und Branchenvertretern zusammen. Für Nachwuchskräfte gibt es zehn Career Awards, den Career Boost, ein Recruiting Lab, Career Tours und den University Day.
Jubiläum und Ausblick nach Asien
Zum 30-jährigen Bestehen sind mehrere Sonderaktionen geplant, darunter ein Jubiläums-T-Shirt und die Anniversary Night mit Asien-Schwerpunkt. Für den 7. bis 9. September 2027 ist eine asiatische Ausgabe auf dem Gelände der Singapore Expo angekündigt. Veranstalter ist die Messe Berlin.


