Bahnstreckenentwässerung

Artikel vom 30. Oktober 2020
Gleisbau

Eine dauerhafte Standfestigkeit des Bahnkörpers kann nur durch die Ableitung des Oberflächen- bzw. Schichtwassers erreicht werden. Unzureichender tragfähiger Unterbau und schlechte Entwässerungsverhältnisse sind die Ursache hoher Aufwendungen für Instandsetzungsarbeiten. Diese kombinierte Entwässerungsanlage ohne Kontrollschächte erfüllt die Funktion von Dränung bzw. Versickerung. Das dem Bahnkörper zuströmende Wasser wird gefasst und überschüssige Bodenwasser von haufwerksporigen Betonschalen aufgenommen, weitergeleitet und ortsversetzt dem versickerfähigen Untergrund abgegeben. Die Halbschalen sind mit begehbaren Betonplatten abgedeckt, die gleichzeitig als Randweg dienen. Durch Aufnahme der Platten ist die Entwässerungsanlage an jeder Stelle kontrollierbar. Die Halbschalen sichern eine funktionsfähige Entwässerung und garantieren günstige Unterbauverhältnisse für eine dauerhaft gute Gleislage. Bei Gegenüberstellung des Porosit Drän-Versickerungssystems zu anderen Entwässungsvarianten im Eisenbahnbau kann mit einer Kostenminderung von über 30 % gerechnet werden. Das Porosit Drän-Versickerungssystem kombiniert mit einem Kabelkanal kann im Randwegbereich der Bahnstecke nachträglich oder bei neuen Bauvorhaben eingesetzt werden. Das System löst vor allem Probleme bei der Grundstückverfügbarkeit. Dieses Konzept kann entlang von Bahngleisen im Einschnittsbereich und im Bahnhofsbereich eingesetzt werden. Es ist eine wirtschaftlich und technisch ausgereifte Lösung zur Vermeidung getrennt verlegter Entwässerung und Kabeltrasse. Es besteht aus einer haufwerksporigen Betonhalbschale sowie einem Betonkabelkanal mit begehbarer Abdeckplatte als Randweg.

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