Modernisierung der Stuttgarter S-Bahn-Flotte

Artikel vom 7. Juli 2021
Schienenfahrzeuge

Zwei zusätzliche Mehrzweckabteile werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen (Bild: Bombardier).

Der globale Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation hat von der Deutschen Bahn (DB) den Auftrag erhalten, die bestehende Stuttgarter S-Bahnflotte der Baureihen »423« und »430« zu modernisieren und damit die Reisequalität zu erhöhen. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 103 Millionen Euro (125 Millionen US-Dollar). Der Auftrag umfasst die Erbringung von Engineering-Leistungen für Redesign-Maßnahmen an den Flotten der Baureihen »423« und »430« der S-Bahn Stuttgart sowie den Umbau und Lieferung von jeweils drei umgerüsteten Prototypenfahrzeugen je Baureihe und die Lieferung des gesamten Materials für den Umbau der restlichen Fahrzeuge in Eigenregie durch die S-Bahn Stuttgart. Die Entwicklung wird an den Bombardier-Standorten Mannheim und Hennigsdorf erfolgen, die Umrüstung der Prototypen in Hennigsdorf.

Flotte erhält neues Innendesign (Deckengondeln) sowie ein modernes Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem sowie mehr elektrische Steckdosen (Bild: Bombardier).

Optimierte Aufteilung der Fahrzeugbereiche

Das neue Innendesign zeichnet sich durch eine optimierte Aufteilung der verschiedenen Fahrzeugbereiche aus. Zudem werden die Züge mit WLAN, einem modernen Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem sowie elektrischen Steckdosen für das Laden mobiler Endgeräte in verschiedenen Bereichen der Fahrzeuge ausgestattet. Außerdem werden die bestehenden Mehrzweckbereiche am Wagenende um zwei zusätzliche Mehrzweckabteile in der Mitte ergänzt. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. In Zukunft können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen. Ein erleichterter Zugang wird auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug durch eine veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ermöglicht. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Damit werden die Züge ähnlich ausgestattet sein, wie die neuesten Fahrzeuge, die 2018 bestellt wurden und deren Prototypen derzeit in Hennigsdorf gefertigt werden.

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