Neuer Wasserstoffbus aus Düren
Solobusse
Mit HY-X betritt ein neuer Hersteller den Markt für Wasserstoffbusse. Das Unternehmen aus Düren setzt dabei auf moderne Brennstoffzellen-Technik, zahlreiche Komponenten namhafter Zulieferer und einen konsequenten Leichtbau, um hohe Reichweiten bei vergleichsweise geringem Fahrzeuggewicht zu erreichen.

HY-X präsentierte in Anfang 2026 einen neuen Wasserstoffbus (Bild: Christian Marquordt).
Auf der Messe »Bus2Bus« Mitte April in Berlin präsentierte sich mit HY-X ein ganz neuer Bushersteller. Er präsentierte einen ganz neuen 12 m langen Wasserstoffbus mit Brennstoffzelle von Ballard aus Kanada und einer kleinen Batterie von CATL mit einer Kapazität von 105,3 kWh. Die Brennstoffzelle leistet 110 kW. Brennstoffzelle und Batterie zusammen verleihen dem Wagen eine Reichweite von 550 km, nur mit der Batterie alleine käme der Wagen etwa 60 km weit. Der Wasserstoff wird in acht Druckflaschen auf dem Dach bei 350 bar gespeichert, den Verbrauch gibt HY-X mit 5 bis 6 kg auf 100 km an.
Der Elektromotor kommt von Siemens, die Achsen liefert ZF zu. Vorne wird die »RL 82 EC« eingebaut, als Antriebsachse die »AVE 133«. Der Wagen ist mit ADAS ausgestattet (Advanced Driver Assistance Systems), so zum Beispiel mit einem Spurhalte-Assistenten und dem »Front Collision Guard« (Warnung vor Auffahrunfällen) von Mobileye. Eine Rückfahr-Kamera hilft beim Zurücksetzen. Das Bremssystem kommt von WABCO, die Lenkung von Bosch, die Klimaanlage von Valeo, und die Türen steuert der niederländische Hersteller Ventura bei. Der Fahrerplatz entspricht den Richtlinien des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen).
Die Rohkarosse des Niederflurbusses entsteht bei Wisdom in Asien, sie wird in Düren zum fertigen Bus komplettiert. Der selbsttragende Wagen aus rostfreiem Stahl und Kunststoff-Elementen ist 12.115 mm lang, 2500 mm breit und 3380 mm hoch. Sein Leergewicht beträgt 12.850 kg, sein zulässiges Gesamtgewicht 18.600 kg. Damit unterschreitet er das gesetzlich zulässige Gesamtgewicht von 19.500 kg deutlich, nämlich um fast eine Tonne. Die Verwendung von Leichtbau-Materialien macht’s möglich. HY-X plant den Wagen aber auch als reinen Batteriebus zu liefern.


