Niederflur-Stadtbusse aus Tschechien
Solobusse
Vom Reparaturbetrieb zum modernen Busbauer: SOR aus Tschechien hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Mit neuen Elektro- und Trolleybussen sowie modernisiertem Design will das Unternehmen nun auch außerhalb seiner bisherigen Stammkundschaft stärker wahrgenommen werden.

SOR »ENS 12« auf der »Bus2Bus« in Berlin (Bild: Stefan Vogel).
Zu den bislang in Deutschland eher unbekannten Busherstellern gehörte SOR aus dem tschechischen Libchavy. Hierzulande hatte man im Wesentlichen einen großen und treuen Kunden: die private Vetter-Gruppe aus Zörbig in Sachsen-Anhalt, die inzwischen auch Betriebe im Rheinland übernommen hat.
SOR entstand nach der »Wende« aus einem Reparaturbetrieb. Das zeigt sich bis heute im Namen, denn SOR ist eine Abkürzung, in der sich auch das tschechische Wort »opravit« für Reparatur verbirgt. Vetter war besonders bei den Überlandbussen ein treuer Kunde. Die Fahrzeuge zeichneten sich durch ein etwas unorthodoxes Äußeres aus: Low-Entry-Wagen, die die Stufe im Wageninneren auch nach außen zeigten – nicht nur durch unterschiedlich hohe Fenster, sondern auch durch eine deutliche Stufe im Dach. Vetter fand diese SOR sichtlich gut, er hat viele davon.
Inzwischen hat SOR seinen Bussen eine neue Optik gegeben – sie wirken deutlich moderner und ansprechender. SOR fertigt Niederflur-Stadtbusse in 12 und 18 m Länge, die Typen »NS 12« und »NS 18«. Diese gibt es auch als Elektrobusse unter den Bezeichnungen »ENS 12« und »ENS 18«, sowohl als Batterie- wie auch als Trolleybusse. Daneben liefert SOR den Low-Entry-Intercitybus »ICN« in den Längen 9,5, 10,5, 12 und 12,3 m. Die früher typische Stufe im Dach gibt es nicht mehr.
SOR liefert außerdem Karosserien mit kompletter Inneneinrichtung, die bei Skoda mit elektrischer Ausrüstung zu Trolleybussen fertiggestellt werden. Erstaunlicherweise vermarktet Skoda solche Wagen teils auch unter eigenem Namen – nach deutschem Zulassungsrecht eigentlich nicht korrekt, da der Hersteller des Chassis als Hersteller des Busses gilt und nicht der Lieferant der elektrischen Ausrüstung.


