AUMOVIO verkauft Standort Rheinböllen an RHB-Industries
Fahrzeugtechnik
AUMOVIO hat den Verkauf des Standorts Rheinböllen abgeschlossen. RHB-Industries übernimmt Produktion, Forschung und Entwicklung, Geschäftsaktivitäten sowie rund 320 Beschäftigte und will den Standort für weitere Anwendungen öffnen.

AUMOVIO hat den Standort Rheinböllen veräußert. (Bild: AUMOVIO)
Das Technologieunternehmen AUMOVIO hat die Übernahme des Standorts Rheinböllen durch RHB-Industries abgeschlossen. Die Transaktion umfasst die Produktion, Forschung und Entwicklung, sämtliche Geschäftsaktivitäten sowie rund 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort. Der Verkauf war am 29. April 2026 bekanntgegeben worden und wurde nun vollzogen.
Am Standort Rheinböllen werden Bremssättel und elektrische Parkbremsen produziert. Die Beschäftigten gehen im Rahmen eines Betriebsübergangs auf den neuen Eigentümer über. In engem Austausch mit den Sozialpartnern wurde frühzeitig eine tarifliche Regelung zur Überleitung der Beschäftigungsbedingungen abgeschlossen. Damit soll die Kontinuität für Belegschaft, Kunden und Partner am Standort gewahrt bleiben.
Neuausrichtung des Standorts Rheinböllen
Der neue Eigentümer plant, in Rheinböllen eine Auftragsfertigung im Bremsenbereich einzuführen. Damit sollen laufende Serienprojekte unterstützt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, neue Geschäftsideen zu entwickeln, die Produktion und Beschäftigung am Standort langfristig ermöglichen.
Geplant ist außerdem, den Standort für zusätzliche Märkte zu öffnen. Genannt werden Anwendungen in den Bereichen Defense, bremsennahe Anwendungen sowie Lohnfertigung im Bereich Robotik und Industrie. Als Beispiel führt die Mitteilung Großwärmepumpen an. Die Verantwortlichen standen nach eigenen Angaben bereits in engem Austausch mit den Ansprechpartnern vor Ort und haben erste Vorbereitungen für die nächsten Schritte getroffen.
Konsolidierung der Fertigungsstandorte
Für das abgebende Unternehmen ist der Abschluss Teil der Konsolidierung weltweiter Fertigungsstandorte. Zugleich soll die Transaktion den strategischen Fokus auf das Kerngeschäft unterstützen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Investitionen sollen gezielt auf Zukunftstechnologien ausgerichtet werden.
Das Unternehmen ist im September 2025 als Spin-off aus dem Geschäft des früheren Continental-Unternehmensbereichs Automotive hervorgegangen. Das Portfolio umfasst unter anderem Sensorlösungen, Displays, Brems- und Komfortsysteme sowie Kompetenzen in Software, Architekturplattformen und Assistenzsystemen für software-definierte Fahrzeuge. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Umsatz von 18,5 Milliarden Euro genannt. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main; weltweit sind rund 82.000 Beschäftigte an über 80 Standorten tätig.


