Plasser & Theurer zeigt Gleisbau-Lösungen auf der InnoTrans
Maschinen und Werkzeuge
Plasser & Theurer präsentiert auf der InnoTrans 2026 in Berlin Lösungen für Planung, Bau und Service der Bahninfrastruktur. Im Fokus stehen vernetzte Instandhaltung, automatisierte Prozesse, alternative Antriebe und Plasser TampingControl.

End-to-End-Prozess im Gleisbau: Zustandserfassung, Planung, Umsetzung und Nachweisführung aus einer Hand. (Bild: Plasser & Theurer)
Auf der InnoTrans 2026 in Berlin zeigt Plasser & Theurer vom 22. bis 25. September 2026 Lösungen für Bau, Instandhaltung und Modernisierung der Bahninfrastruktur. Der Messeauftritt in Halle 26 und auf dem Freigelände Süd stellt vernetzte Prozesse, automatisierte Maschinen, alternative Antriebe sowie Service- und Retrofit-Angebote in den Mittelpunkt.
Die Bahn gilt im bereitgestellten Material als zentraler Baustein nachhaltiger Mobilität. Mit der steigenden Nachfrage wachsen zugleich die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Infrastruktur. Mechanisierung, Digitalisierung und Automatisierung sollen dabei helfen, die Produktivität im Gleisbau zu erhöhen und Kapazitäten besser zu nutzen. Beschrieben wird ein End-to-End-Prozess, der Zustandserfassung, zustandsorientierte Planung, digitale Arbeitsvorbereitung, weitgehend automatisierte Bauausführung und Nachweisführung verbindet.
Maschinen für den europäischen Markt
Auf den Gleisen im Freigelände werden zwei Maschinen aus dem neuen Produktportfolio vorgestellt: eine Schotterverteil- und Planiermaschine sowie eine kontinuierliche 2-Schwellen-Stopfmaschine. Beide Maschinenserien wurden für normative Anforderungen in Europa ausgelegt, unter anderem mit ETCS-Ausrüstung. Die Stopfmaschinenserie soll Planungssicherheit in unterschiedlichen Märkten bieten, während die Schotterverteil- und Planiermaschine Funktionen für ein wirtschaftliches und ressourcenschonendes Schottermanagement an Bord kombiniert.
Auch alternative Antriebe sind Teil des Messeauftritts. Unter dem Kürzel E³ werden seit 2015 die Zielgrößen Economic, Ecologic und Ergonomic zusammengeführt. Aus zunächst stark individualisierten Lösungen ist ein skalierbares Angebot für emissionsarme Gleisinstandhaltung entstanden. Elektrifizierung wird dabei als wichtiger Hebel zur Reduktion von Lärm und CO₂ beschrieben. Ergänzend verweist das Material darauf, dass auch die passende Maschinenauswahl und der optimale Einsatz ökologische und ökonomische Einsparungen ermöglichen können.
Automatisierung und sensorbasierte Stopfprozesse
Automatisierte Gleisbaumaschinen sollen Präzision, Effizienz und Prozesssicherheit erhöhen sowie Personalaufwand und Fehleranfälligkeit reduzieren. Moderne Stopfmaschinen entwickeln sich laut Mitteilung zu datenbasierten Systemen, die den Instandhaltungsprozess unterstützen. Ziel ist ein vernetztes, autonomes Gesamtsystem, das Arbeitsschritte integriert, dokumentiert und mit geringem Personaleinsatz ausführt.
Ein Beispiel dafür ist »Plasser TampingControl«. Das System optimiert den Stopfprozess durch sensorbasierte Echtzeitmessung, automatische Anpassung der Stopfparameter und kontinuierliche Qualitätskontrolle des Schotterzustands. Es soll die Gleislagequalität verbessern, das Bedienpersonal entlasten und gezielte Instandhaltungsmaßnahmen ermöglichen. Nach nationaler und internationaler Erprobung ist die Technologie laut Mitteilung weltweit auf mehr als 30 Stopfmaschinen im Einsatz.
Service, Retrofit und Verschleißteile
Mit zunehmender Komplexität digitaler und automatisierter Systeme gewinnt herstellergestützte Betreuung an Bedeutung. Genannt werden Full-Service-Angebote mit Updates, Wartung und Systemanpassungen. So soll der klassische Lieferumfang um laufende Unterstützung im Betrieb und bei der Weiterentwicklung der Maschinenflotte ergänzt werden.
Für Maschinen mit rund 30 Jahren Einsatzzeit beschreibt die Mitteilung ein Original-Retrofit, das die Lebensdauer um bis zu 15 Jahre verlängern kann. Durch Upgrades sollen ältere Maschinen für höhere Anforderungen ertüchtigt werden, ohne Zulassungsvorgaben zu überschreiten. Nach dem Retrofit sollen die Maschinen unmittelbar wieder einsatzbereit sein.
Bei Bettungsreinigungsmaschinen stehen zudem schotterführende Teile wie Räumketten und Aushubkanäle im Fokus. Neue Materialien und Sets für Verschleißbleche sollen die Life Cycle Costs senken. Für Aushubketten wird eine Überholung in OEM-Qualität beschrieben, bei der Büchsen in Zwischenglieder eingesetzt und stark beanspruchte Bereiche der Schaufeln gepanzert werden. Ziel sind längere Standzeiten sowie geringere Kosten und CO₂-Emissionen.


