Doppelmayr erweitert Werk Hohe Brücke mit Hochregallager
Bauausführung
Doppelmayr erweitert den Standort Hohe Brücke in Wolfurt. Goldbeck Rhomberg übernimmt als Generalunternehmer, LTW Intralogistics setzt das »Hochregallager« um. Baustart ist für Spätsommer 2026 geplant, die Bauzeit beträgt rund vier Jahre.

Von links nach rechts: Georg Vallaster, Geschäftsführer GOLDBECK RHOMBERG GmbH, Ernst Bitsche, Geschäftsführer Doppelmayr Immobilien GmbH, und Roman Käß, Geschäftsführer GOLDBECK RHOMBERG GmbH. (Bild: Doppelmayr)
Doppelmayr setzt am Standort Hohe Brücke in Wolfurt einen weiteren Baustein eines vor rund zehn Jahren entwickelten Standortkonzepts um. Das Erweiterungsprojekt soll die Produktions- und Logistikprozesse langfristig weiterentwickeln und den Standort auf kommende Anforderungen ausrichten.
Für die bauliche Umsetzung wurde Goldbeck Rhomberg als Generalunternehmer beauftragt. Der Baustart ist für Spätsommer 2026 vorgesehen, die Bauzeit soll rund vier Jahre betragen. Bei der Vergabe der Gewerke liegt ein Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Für verschiedene Aufgaben sollen Betriebe aus Vorarlberg eingebunden werden, um die regionale Wertschöpfung zu stärken und bestehende Partnerschaften weiter auszubauen.
Neue Kapazitäten für Produktion und Logistik
Mit der Werkserweiterung entstehen zusätzliche Kapazitäten für die Produktion von Seilbahnkomponenten für internationale Projekte. Zugleich wird Raum für insgesamt rund 850 Arbeitsplätze geschaffen. Die Baukosten liegen bei über 200 Mio. Euro und markieren eine umfangreiche Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.
Das Gesamtprojekt umfasst neue Produktionshallen sowie ein automatisiertes Lager, das Materialflüsse innerhalb von Fertigung und Logistik verbessern soll. Das »Hochregallager« wird von LTW Intralogistics realisiert und ist auf 100.000 Kleinteilelagerplätze, 50.000 Euro-Paletten-Plätze und 1.800 Plätze für Großpaletten ausgelegt. Automatisierungslösungen, digitale Prozesssteuerung und der Einsatz von Robotik sollen Fertigung, Materialfluss und Logistik enger vernetzen.
Kurze Wege am Standort Wolfurt
Durch die räumliche Nähe der neuen Bereiche und die Konzentration an einem Standort sollen bestehende Strukturen besser genutzt und Abläufe flexibler gestaltet werden. Die Produktionshallen umfassen eine Fläche von 45.000 Quadratmetern. Das entspricht laut Mitteilung der Größe von mehr als sechs Fußballfeldern.
Die Erweiterung des Werks Hohe Brücke soll dazu beitragen, die internationale Nachfrage zu bedienen und den Produktionsstandort Wolfurt langfristig zu stärken. Neben der Fertigung steht vor allem die Verknüpfung von Logistik und Materialfluss im Fokus, damit Komponenten und Materialien innerhalb des Werks gezielter bereitgestellt werden können.


