Rolls-Royce baut Remote Monitoring für Antriebssysteme aus

Artikel vom 24. September 2026
Messgeräte und -systeme

Rolls-Royce erweitert den datenbasierten Service: Ein neues Remote Monitoring Center in Arcola überwacht Antriebs- und Energieanlagen aus der Ferne. Über »mtu Go« werden Betriebsdaten analysiert, um Auffälligkeiten früher zu erkennen und Wartung gezielter zu planen.

Rolls-Royce baut sein Angebot für datenbasierten Service weiter aus. Im italienischen Arcola hat das Unternehmen ein neues Remote Monitoring Center (RMC) für Schiffe mit mtu-Antrieben und für Energieanlagen in Betrieb genommen. (Bild: Rolls-Royce Power Systems AG)

Rolls-Royce baut sein Angebot für datenbasierten Service aus. Im italienischen Arcola hat das Unternehmen ein neues Remote Monitoring Center (RMC) für Schiffe mit Antrieben sowie für Energieanlagen in Betrieb genommen. Serviceexperten überwachen zunächst Marine- und Yacht-Anwendungen, analysieren Betriebsdaten und unterstützen Kunden dabei, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen abzusichern. Durch die kontinuierliche Auswertung lassen sich Veränderungen im Betriebsverhalten früher erkennen und gemeinsam geeignete Maßnahmen ableiten.

Vom reaktiven zum begleitenden Service

Ziel des Remote Monitorings ist es, vernetzte Anlagen laufend im Blick zu behalten und den Betrieb planbarer zu machen. Dafür werden Betriebsdaten angeschlossener Systeme kontinuierlich ausgewertet. Stellen die Fachleute im RMC relevante Abweichungen fest, erhalten Kunden konkrete Handlungsempfehlungen für die Optimierung des Betriebs oder für anstehende Wartungsmaßnahmen. Je nach Bedarf können weitere Services koordiniert werden, etwa die Bereitstellung von Ersatzteilen oder der Einsatz eines Servicetechnikers.

Das Center in Arcola ist das erste dieser Art außerhalb des bislang auf Batteriespeichersysteme und Microgrids ausgerichteten Monitorings in Berlin. Es markiert zugleich den Startpunkt für einen breiteren internationalen Ausbau. Aktuell überwachen speziell geschulte Mitarbeitende die angeschlossenen Flotten und Anlagen. Zu den ersten Nutzern des Angebots zählen die italienische Fährgesellschaft Liberty Lines und die Werft Overmarine. Zudem soll die digitale Anbindung weiterer Systeme sowie das Monitoring gemeinsam mit der italienischen Guardia di Finanza ausgebaut werden.

Regionale Center und künftige Hubs

Das RMC in Arcola ist Teil eines größeren Servicekonzepts. Die Center betreuen jeweils Kunden und Anlagen ihrer Region und können bei Bedarf zusätzliche Spezialisten für Analyse und Problemlösung einbeziehen. Ergänzend sind Remote Monitoring Hubs (RMH) geplant. Sie sollen übergreifende Trendanalysen liefern und die regionalen Center bei komplexeren Fragestellungen unterstützen.

Digitale Grundlage und Nachrüstung

Die technologische Basis bildet »mtu Go«. Die Plattform macht Betriebsdaten angeschlossener Anlagen aus der Ferne verfügbar und stellt sie für das Monitoring bereit. Geeignete Bestandsanlagen können für die Nutzung nachgerüstet werden. Die Monitoring-Funktionen werden schrittweise weiterentwickelt: Neue Funktionen werden zunächst in Pilotanwendungen erprobt und anschließend für einen breiteren Einsatz ausgerollt. Erkenntnisse aus dem Betrieb angeschlossener Flotten fließen in die Weiterentwicklung von Analysen und Monitoring-Funktionen ein.

Teilen
PDF-Download
Weiterempfehlen
Drucken
Anzeige Hersteller aus dieser Kategorie