Schaeffler und Alstom vertiefen Bahn-Partnerschaft auf InnoTrans
Fahrzeugtechnik und Fahrzeugkomponenten
Auf der InnoTrans 2026 bauen Schaeffler und Alstom ihre Kooperation aus. Im Fokus stehen Lösungen für Regionalzüge, S-Bahnen, Straßenbahnen und Metros sowie die lokale Aufbereitung von Wälzlagern, um Ressourcen zu schonen und Lieferketten regionaler auszurichten.

Unterzeichnung der Vereinbarung auf der InnoTrans 2026 in Berlin; im Bild Vertreter beider Unternehmen. (Bild: Schaeffler)
Auf der InnoTrans 2026 in Berlin hat Schaeffler mit dem Bahntechnikhersteller eine Vereinbarung im Rahmen der »Alstom Alliance™« unterzeichnet. Sie erweitert die Zusammenarbeit auf Produkte und Lösungen für Regionalzüge, S-Bahnen, Straßenbahnen und Metros. Ziel ist es, die bestehende Kooperation aus dem Jahr 2024 über Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszüge hinaus breiter aufzustellen.
Die Partner arbeiten bereits bei Lagertechnik für Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszüge enger zusammen. Dazu zählen Entwicklungsfragen und Nachhaltigkeitsthemen. Mit der neuen Vereinbarung rücken nun auch Anwendungen im Nah- und Regionalverkehr stärker in den Fokus. Genannt werden Komponenten und Lösungen für unterschiedliche Fahrzeugplattformen, vom Regionalzug bis zur Metro.
Mehr Abstimmung in Entwicklung und Beschaffung
Im Rahmen der Alliance™ arbeitet der Bahntechnikhersteller mit ausgewählten strategischen Partnern von der frühen Konzeptphase bis zur Lieferung zusammen. Die nun vertiefte Zusammenarbeit soll Produktentwicklung, Beschaffung und Lieferfähigkeit enger verzahnen. Aus Sicht der beteiligten Unternehmen geht es zudem darum, Programme langfristig abzusichern und die Lieferkette widerstandsfähiger zu gestalten.
Die Pressemitteilung verweist dabei auf ein breites Spektrum an Produkten und Lösungen. Für den Bahnsektor sind insbesondere Lagerlösungen, Linearführungen sowie Reparatur- und Monitoring-Services relevant, die im Produkt- und Serviceangebot des Industriezulieferers beschrieben werden. Auch CO₂-effiziente Antriebe, Fahrwerkslösungen und Elektromobilität gehören zu den Feldern, in denen das Unternehmen tätig ist.
Regionale Aufbereitung als Nachhaltigkeitsbaustein
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufbereitung von Wälzlagern. Bereits auf der InnoTrans 2024 hatten die Partner eine engere Zusammenarbeit beim Thema Nachhaltigkeit vereinbart. Konkret soll ein Netz regionaler Aufbereitungszentren entstehen, in denen Lager lokal bearbeitet werden. Erste Werkstätten wurden dafür ausgestattet und geschult.
Der Ansatz soll Ressourcen schonen und Transportwege reduzieren, indem gebrauchte Lager in der Region wieder aufgearbeitet werden. Der »100-Prozent-Return-Service« soll dabei gewährleisten, dass aufbereitete Lager dieselben Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen wie Neuprodukte; die Gewährleistung ist eingeschlossen. Perspektivisch sollen solche Zentren weltweit entstehen und weiteren Partnern offenstehen.
Die Unternehmensgruppe beschreibt ihr Angebot anhand von acht Produktfamilien. Dazu gehören Lagerlösungen und Linearführungen ebenso wie Reparatur- und Monitoring-Services. Das Unternehmen ist seit 80 Jahren in Motion Technology aktiv und beschäftigt rund 110.000 Mitarbeitende an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern.


