Lieblingsbusfahrer:innen 2026: fünf Ehrungen in Berlin

Artikel vom 16. Oktober 2026
Service und Dienstleistungen

In Berlin wurden die »Lieblingsbusfahrer:innen 2026« ausgezeichnet. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) und weitere Initiatoren würdigten fünf Fahrerinnen und Fahrer für Hilfsbereitschaft, Sicherheit und Verantwortung im Busalltag – erstmals auch im Fernbus.

Die fünf Sieger:innen der Auszeichnung »Lieblingsbusfahrer:innen 2026«. Vlnr: Michael Preuß, Sven Leihener, Stefanie Kleen, Mehmet Yurtsever, Antony Chandrasegaram, Lars Wagner (VDV) (Bild: Michael Fahrig)

Bei der Preisverleihung in Berlin wurden fünf Fahrerinnen und Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet als »Lieblingsbusfahrer:innen 2026« prämiert. Stellvertretend für rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer, die täglich auf deutschen Straßen im Einsatz sind, rückte der Wettbewerb die Menschen am Steuer in den Mittelpunkt. Gewürdigt wurden Einsätze, bei denen Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Umsicht den Alltag der Fahrgäste prägen. Getragen wird die Initiative vom Fahrgastverband PRO BAHN, DB Regio, dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Ausgezeichnete Geschichten aus dem Busalltag

In der Kategorie »Schülerverkehr« erhielt Stefanie Kleen von J. Jacobs Verkehrsbetriebe die Auszeichnung. Sie macht den Schulbus mit klaren Regeln, Verantwortungsgefühl und zugewandter Autorität zu einem sicheren Ort für Kinder.

In der Kategorie »Alltagsheld:innen« wurden Sven Leihener von den Wuppertaler Stadtwerken und Mehmet Yurtsever von der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven geehrt. Leihener half einem blinden Mann über eine stark befahrene Straße. Yurtsever wurde für Freundlichkeit, Geduld und Aufmerksamkeit ausgezeichnet, die für viele Fahrgäste zu einem festen Lichtblick im Alltag geworden sind.

Michael Preuß von der Rostocker Straßenbahn wurde in der Kategorie »Außergewöhnliche Leistung« ausgezeichnet. Nach einem medizinischen Notfall an einer Haltestelle leistete er Erste Hilfe, veranlasste den Notruf und blieb bis zum Eintreffen des Rettungswagens bei der verletzten Frau.

Erstmals vergeben wurde die Kategorie »Fernbus«. Hier wurde Antony Chandrasegaram von der LTB Bus Bocholt im Auftrag von FlixBus prämiert. Bei starkem Schneefall und weitgehend lahmgelegtem öffentlichen Nahverkehr in den Niederlanden nahm er gestrandete Reisende auf freien Plätzen seines Fernbusses mit.

Vier Kategorien und 30 Nominierte

Aus mehr als 3.000 eingesendeten Geschichten und gemalten Bildern wählte eine vielfältig besetzte Jury zunächst 30 Busfahrerinnen und Busfahrer aus. Die diesjährigen Ehrungen zeigen die Breite der Branche: von der Küste bis in den Süden, vom kommunalen Betrieb über Konzernstrukturen und private mittelständische Betriebe bis hin zum Fernbus. Die Auswahl steht für Frauen und Männer, für Zugewanderte und Ansässige, für Quereinsteiger:innen ebenso wie für Fahrer:innen mit klassischem Berufsweg.

Vergeben wurden die Preise in den Kategorien »Alltagsheld:innen«, präsentiert von MAN, »Außergewöhnliche Leistung«, präsentiert von Daimler Buses, »Schülerverkehr«, präsentiert von DEVK, sowie »Fernbus«, präsentiert von MAN. Mit der neuen Kategorie wird ein Bereich hervorgehoben, der für vernetzte Mobilität und Tourismus in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnt.

Ausblick auf das nächste Wettbewerbsjahr

Die Einsendungen machen deutlich, wie groß der Respekt vieler Fahrgäste für die tägliche Leistung des Fahrpersonals ist. Gewürdigt werden Hilfsbereitschaft, Souveränität in schwierigen Situationen sowie Freundlichkeit, Ruhe und Verlässlichkeit im täglichen Einsatz. Die vollständigen Siegergeschichten sind auf lieblingsbusfahrerIn.de abrufbar.

Neue Geschichten können bereits wieder eingereicht werden. Später eingehende Beiträge werden automatisch in die Auswertung für das kommende Wettbewerbsjahr aufgenommen. Unterstützt wird der Wettbewerb »LieblingsbusfahrerIn« von MAN, Daimler Buses, KRAVAG und DEVK; Medienkooperationspartner ist der DVV. Der Startschuss für das Wettbewerbsjahr 2026 fiel im März in München bei FlixBus mit Unterstützung der Münchner Verkehrsgesellschaft.

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