Busverkehr in Spanien wächst: Branche bereitet Flotten vor
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IFEMA MADRID richtet vom 22. bis 24. September die »FIAA« aus. Die Messe trifft auf steigende Fahrgastzahlen im spanischen Busverkehr und rückt Flottenerneuerung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Sicherheit und Servicequalität in den Fokus.

(Bild: IFEMA Madrid)
Der Busverkehr in Spanien legt weiter zu und bestätigt damit seine Rolle in der kollektiven Mobilität. Vom 22. bis 24. September bringt IFEMA MADRID auf der »FIAA« Unternehmen und Verbände der Branche zusammen. Im Mittelpunkt stehen Flottenerneuerung, nachhaltigere Antriebe, digitale Betriebsabläufe und die Frage, wie der öffentliche Straßenverkehr auf die steigende Nachfrage reagieren kann.
Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts INE wurden in den ersten fünf Monaten 2026 mehr als 1,535 Milliarden Fahrgäste mit dem Bus befördert. Das entspricht einem Plus von 2,55 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025, als 1,497 Milliarden Fahrgäste gezählt wurden. Allein im Mai nutzten mehr als 327 Millionen Menschen den Bus, 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Wachstum in fast allen Segmenten
Die Entwicklung zeigt sich in nahezu allen Bereichen des Busverkehrs. Der Überlandverkehr wuchs um 2,5 Prozent, Gelegenheitsverkehre legten um 2,3 Prozent zu, der Stadtverkehr stieg um 0,8 Prozent. Nur Sonderverkehre verzeichneten mit minus 1,7 Prozent einen leichten Rückgang.
Damit setzt der Sektor seine Wachstumsphase fort. Seit fünf Jahren steigen die Fahrgastzahlen kontinuierlich; 2025 erreichten sie 3,571 Milliarden. Die Zahlen deuten nicht nur auf eine Erholung der Verkehrsleistung hin, sondern auch auf veränderte Mobilitätsgewohnheiten. Der Bus gewinnt als Lösung für die Mobilitätsbedürfnisse von Fahrgästen, Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern weiter an Bedeutung.
Flottenerneuerung und alternative Antriebe
Die steigende Nachfrage erhöht den Druck auf Betreiber, Hersteller und öffentliche Stellen. Sie müssen zusätzliche Kapazitäten bereitstellen, ohne Effizienz, Nachhaltigkeit und Servicequalität aus dem Blick zu verlieren. Entsprechend rücken Elektrifizierung, Konnektivität, digitalisierte Abläufe und Sicherheit stärker in den Fokus.
Auch die Zulassungszahlen der National Association of Bus and Coach Bodywork Manufacturers (ASCABUS) spiegeln diese Entwicklung wider. Im Juni wurden in Spanien 324 Busse zugelassen, davon 294 Neufahrzeuge. Bis Ende Juni erreichte der Markt 2.003 registrierte Einheiten. Davon entfielen 1.603 Fahrzeuge auf den Überlandverkehr und 400 auf den Stadtverkehr.
Beim Antrieb dominiert weiterhin Diesel mit 1.451 Einheiten. Gleichzeitig gewinnen emissionsarme und lokal emissionsfreie Lösungen an Boden. Im ersten Halbjahr wurden 225 Elektrobusse, 293 Hybridbusse und 34 Fahrzeuge mit komprimiertem Erdgas registriert.
Technik für effizientere Mobilität
Die Messe soll zeigen, wie die Branche auf die neue Wachstumsphase reagiert. Mehr als 100 ausstellende Unternehmen präsentieren Fahrzeuge, Innovationen und Lösungen für Betreiber, Flottenverantwortliche und weitere Fachbesucher. Erwartet werden Hersteller, Karosseriebauer, Technologieanbieter, Betreiber, Branchenverbände und spezialisierte Unternehmen.
Zu den gezeigten Lösungen gehören lokal emissionsfreie Fahrzeuge, Fahrerassistenzsysteme, intelligente Plattformen für das Flottenmanagement und Werkzeuge zur Digitalisierung des Betriebs. Sie sollen dazu beitragen, den Busverkehr in Spanien und Europa effizienter, sicherer und nachhaltiger zu organisieren.
Ergänzend ist ein Programm mit Konferenzen, Diskussionsrunden, Aktivitäten und Ausstellerpräsentationen vorgesehen. Die Inhalte sollen auf der Website der Veranstaltung veröffentlicht werden. Die Registrierung für Fachbesucher ist dort ebenfalls möglich.


