Bahnbeschichtungen: kürzere Standzeiten bei Schienenfahrzeugen

Artikel vom 27. Juli 2026
Sonstiges

Mankiewicz zeigt auf der InnoTrans neue Beschichtungslösungen für die Bahnindustrie. Ein isocyanatfreier Klarlack soll bei Raumtemperatur nach zwei Stunden montagebereit sein und so Fertigung, Instandhaltung und Energieeinsatz unterstützen.

Neue Beschichtungssysteme ermöglichen kürzere Prozesszeiten in der Fertigung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen. (Bild: Mankiewicz Coatings)

Der Lackhersteller Mankiewicz präsentiert auf der InnoTrans neue Beschichtungslösungen für die Bahnindustrie. Sie adressieren eine zentrale Aufgabe in Fertigung und Instandhaltung: Standzeiten sollen sinken, während Oberflächenqualität und langfristige Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.

Prozesse bei Raumtemperatur

Im Mittelpunkt steht ein neu entwickelter »isocyanatfreier Klarlack«, der bei Raumtemperatur bereits nach zwei Stunden montagebereit sein soll. Im Vergleich zu modernen Klarlacksystemen und vielen marktüblichen Lösungen, die häufig forcierte Trocknung oder deutlich längere Trocknungszeiten vor der Weiterverarbeitung erfordern, kann das System Beschichtungsprozesse beschleunigen.

Zugleich soll die Lösung zu sichereren Applikationsbedingungen und einer einfacheren Handhabung im Lackierbetrieb beitragen. Für Betriebe, die Schienenfahrzeuge neu beschichten oder instand halten, ist vor allem relevant, dass Arbeitsschritte früher abgeschlossen und nachgelagerte Prozesse schneller gestartet werden können.

Auswirkungen auf Produktion und Betrieb

Kürzere Trocknungszeiten können für Bahn-OEMs, Betreiber, Zulieferer und Instandhaltungsbetriebe einen direkten Einfluss auf die Fahrzeugverfügbarkeit haben. Neu gebaute Züge lassen sich schneller durch die Produktion führen. Fahrzeuge, die sich in der Instandhaltung befinden, können früher in den Betrieb zurückkehren.

Damit richtet sich die Entwicklung an Anwendungen, bei denen Beschichtungsprozesse nicht nur die Oberflächenqualität bestimmen, sondern auch Taktzeiten, Werkstattplanung und Verfügbarkeit beeinflussen. Das betrifft sowohl die Fertigung neuer Fahrzeuge als auch Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Flotten.

Das Unternehmen verweist zudem auf ein internationales Netzwerk aus F&E-, Produktions- und technischen Serviceteams. Bahnkunden in verschiedenen Regionen sollen dadurch mit abgestimmten Standards und lokaler Expertise unterstützt werden.

Energiebedarf und CO₂-Bilanz

Durch die Reduzierung oder den Wegfall konventioneller Ofentrocknungsprozesse können die neuen Systeme außerdem dazu beitragen, Energieverbrauch und CO₂-Emissionen zu senken. Die Umweltauswirkungen solcher Prozessverbesserungen lassen sich nach Angaben des Herstellers durch detaillierte Berechnungen gemäß ISO 14067 quantifizieren.

Diese Bewertungsmethodik basiert auf einer TÜV-Zertifizierung, die 2025 erteilt wurde. Auf der InnoTrans können Besucherinnen und Besucher die Lösungen in Halle 8.2 am Stand 225 kennenlernen und mit dem Team besprechen, wie schnellere Prozesse bei Raumtemperatur eigene Produktions- und Instandhaltungsziele unterstützen können.

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