eFUEL GROUP und LIQUI MOLY entwickeln Kraftstoffe und Öle weiter
Fahrzeugpflege und Service
eFUEL GROUP und LIQUI MOLY starten eine strategische Zusammenarbeit. Im Fokus steht, wie synthetische Kraftstoffe, Schmierstoffe und Additive unter realen Einsatzbedingungen zusammenspielen und CO₂-Neuemissionen im Lebenszyklus senken können.

(Bild: Liqui Moly GmbH)
Die eFUEL GROUP aus Hoya und LIQUI MOLY aus Ulm bündeln ihre Kompetenzen in einer strategischen Partnerschaft. Ziel ist es, das Zusammenspiel von synthetischen Kraftstoffen, modernen Schmierstoffen und Additiven weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen unter realen Einsatzbedingungen, zunächst im Motorsport und perspektivisch in weiteren Bereichen der Mobilität.
Synthetische Kraftstoffe wie »eFuels« nutzen bei der Herstellung CO₂, das sich bereits in der Umwelt befindet. Dadurch können sie – abhängig von Rohstoffbasis und Lieferkette – über den gesamten Lebenszyklus hinweg CO₂-Neuemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen deutlich reduzieren. In der Mitteilung wird eine Reduktion von bis zu 90 % genannt. Gemeint sind dabei Emissionen, die durch die Verbrennung von Kraftstoffen auf Erdölbasis zusätzlich in die Umwelt gelangen.
Abstimmung von Kraftstoff und Motoröl
Die Kooperation setzt bei zwei flüssigen Komponenten im Verbrennungsmotor an: Kraftstoff liefert die Energie, Motoröl beeinflusst Reibung, Schutz und Wirkungsgrad. Moderne Motoröle übernehmen dabei mehr Aufgaben als reine Schmierung. Insbesondere dünnflüssige Öle können dazu beitragen, Reibwiderstände zu verringern. Je besser Kraftstoff und Öl aufeinander abgestimmt sind, desto geringer kann laut Mitteilung der Verbrauch ausfallen.
Auch Additive spielen eine Rolle. Sie geben Kraftstoffen und Motorölen bestimmte Eigenschaften und unterstützen einen sauberen Betrieb des Motors. Der Ulmer Schmierstoffspezialist bringt hierfür seine Erfahrung mit Additiven ein, die seit der Gründung 1957 zu den Kernprodukten des Unternehmens zählen.
Bestehende Infrastruktur weiter nutzbar
Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit ist die vorhandene Kraftstoffinfrastruktur. Synthetische Kraftstoffe können konventionelle fossile Kraftstoffe ersetzen und das bestehende Tankstellennetz nutzen. Zudem lassen sie sich in heutigen Verbrennungsmotoren einsetzen. Das ist aus Sicht der Partner relevant, weil weltweit rund 1,4 Milliarden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt werden.
Die Unternehmen sehen die Zukunft der Mobilität in einem Mix verschiedener Antriebssysteme. In diesem Umfeld sollen synthetische Kraftstoffe dort eine Rolle übernehmen, wo bestehende Fahrzeuge weiter genutzt oder Anwendungen schwer direkt elektrifiziert werden können. Die Kooperation soll helfen, Kraftstoffe, Schmierstoffe und Additive technisch aufeinander abzustimmen und so die Nutzung im Mobilitätssektor zu prüfen.
Profile der Partner
Das Unternehmen aus Hoya beschreibt sein Portfolio als neue Generation von Energieprojekten. Dazu gehören Initiativen in den Bereichen »eFuel«, »eSAF« für Sustainable Aviation Fuel und »DAC« für Direct Air Capture. Der Fokus liegt nach eigenen Angaben auf technologieoffenen Projekten sowie auf der Reduzierung von CO₂-Neuemissionen.
Der Schmierstoffhersteller aus Ulm bietet rund 4000 Artikel aus dem Bereich Automotive-Chemie an. Dazu zählen Motoröle, Additive, Fette, Pasten, Sprays, Autopflegeprodukte sowie Klebe- und Dichtstoffe. Die Motoröle und Additive werden in Deutschland entwickelt und produziert; verkauft werden die Produkte in rund 150 Ländern.


