33 »mtu-Motoren« für die Modernisierung von Koreas Güterlokflotte
Fahrzeugtechnik
Rolls-Royce liefert 33 »mtu-Motoren« der Baureihe 4000R für neue Güterzuglokomotiven in Südkorea. KORAIL setzt die Fahrzeuge auf der Verbindung Seoul–Busan ein; Romansys integriert die Antriebe, MEST übernimmt Service und technischen Support.

(Bild: Rolls-Royce Power Systems AG)
Rolls-Royce liefert 33 »mtu-Motoren« der »Baureihe 4000R« an die Korea Railroad Corporation (KORAIL), den staatlichen Betreiber des südkoreanischen Schienennetzes. Die Aggregate werden vom südkoreanischen Schienenfahrzeughersteller Romansys in neue Güterzuglokomotiven integriert. Die ersten 30 Einheiten wurden bereits ausgeliefert.
Neue Lokomotiven für den Güterverkehr
Die neuen Lokomotiven ersetzen bestehende Diesel-Lokomotiven und sind Teil der Modernisierung des südkoreanischen Güterverkehrs. Eingesetzt werden sie vor allem auf der zentralen Strecke zwischen Seoul und Busan. Diese Verbindung zählt zu den wichtigen Güterverkehrsachsen des Landes.
Die Motoren erfüllen nach Angaben des Herstellers aktuelle Emissionsstandards und sind auf die Anforderungen des heutigen Güterverkehrs ausgelegt. Dazu gehören die nötige Leistung für schwere Einsätze, eine zuverlässige Verfügbarkeit im Betrieb und eine auf Effizienz ausgerichtete Auslegung.
Fortsetzung einer langjährigen Zusammenarbeit
KORAIL setzt mit der aktuellen Beschaffung erstmals auf diese Motorengeneration. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller reicht jedoch deutlich weiter zurück: Bereits 1987 wurden Antriebe für Fahrzeuge des koreanischen Bahnbetreibers geliefert. In der Vergangenheit kamen unter anderem die »Baureihen 183 und 396« zum Einsatz, etwa in Dieselhydraulikfahrzeugen des »Saemaul-Zuges«, der zwischen 1987 und 1993 eingeführt wurde.
Das aktuelle Modernisierungsprogramm knüpft an diese Zusammenarbeit an. Romansys übernimmt als Schienenfahrzeughersteller die Integration der Aggregate in die neuen Güterzuglokomotiven. Das Unternehmen mit Sitz in Changwon entwickelt und produziert Lokomotiven für nationale und internationale Märkte.
Service und Support vor Ort
Die technische Betreuung und der Service in Südkorea liegen bei MEST. Das Unternehmen ist Distributor für entsprechende Produkte und Lösungen und wurde 2016 als Joint Venture von ENST Co. und einem regionalen Unternehmenszweig des Herstellers gegründet. Der Sitz des Unternehmens ist Yangsan.
MEST ist auf Vertrieb und technischen Support von Diesel- und Elektromotoren sowie elektronischen Systemen für Land- und Marinetechnik spezialisiert. Die lokale Betreuung soll kurze Reaktionszeiten ermöglichen und technisches Fachwissen vor Ort bereitstellen. Laut Mitteilung war diese Servicequalität ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für die Motoren.


