CAN-FMS-Datennutzung

Artikel vom 30. Juli 2018
Fahrzeugausrüstung und Zubehör

Derovis GmbH
10319 Berlin

In jedem ÖPNV-Fahrzeug fallen Daten an, die auf Wunsch an der CAN-Schnittstelle bereitgestellt werden. Sie spiegeln alle Dimensionen des Betriebs wider, vom Tankfüllstand über den Funktionsstatus verschiedener Fahrzeugkomponenten bis hin zu technischen Parametern aller Art. Immer mehr Unternehmen betrachten diese Daten als wertvollen Rohstoff – und fangen an, sie zu nutzen. Die intelligente Auswertung der Fahrzeugdaten kann nämlich helfen, den Fahrzeugbetrieb effizienter und kundenfreundlicher zu machen. Dafür braucht es an Bord geeignete Hard- und Softwarestrukturen. Der Berliner Hersteller Derovis hat jetzt seine Video- und Fahrgastzählsysteme als Drehscheibe für CAN-FMS-Daten in Stellung gebracht. HydraIP-Systeme können Daten der Standards CAN-FMS 1.0, 2.0 und 3.0 auslesen, speichern und in passenden Formaten via WLAN oder LTE an unterschiedliche Hintergrundsysteme weiterleiten. Möglich wird das durch die Derovis-Philosophie der offenen Schnittstellen. Mit anderen Worten: Wer CAN-Daten nutzen möchte und Derovis-Systeme im Einsatz hat, muss keine zusätzlichen IT- und Kommunikationsstrukturen mehr aufbauen. Was haben ÖPNV-Unternehmen konkret davon, Fahrzeugdaten auszuwerten? Auf Basis der CAN-Daten kann zum Beispiel der Treibstoffverbrauch eines Busses genau ermittelt werden. Fahrzeuge, die sich als Spritfresser erweisen, können gezielt umdisponiert werden. Spritverluste durch Lecks oder Diebstahl lassen sich frühzeitig erkennen, aufklären und abstellen, ebenso wiederkehrende Schäden an bestimmten Bussen auf bestimmten Strecken. Auch das individuelle Fahrverhalten kann über Nutzungsprofile erfasst und optimiert werden. Die Einsparpotenziale sind durchaus beeindruckend und können laut Derovis bei großen Flotten übers Jahr betrachtet im fünf- bis siebenstelligen Bereich liegen. Zugleich werden unnötige Schadstoff- und CO2-Emissionen vermieden. Weitere Nutzungsmöglichkeiten für die CAN-Daten bieten sich beim Monitoring von Fahrzeiten – Stichwort elektronisches Fahrtenbuch –, in der Optimierung des Störungs- und Werkstattmanagements oder bei der Fahrzeugdisposition.

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