InnoTrans 2026 zeigt 113 Schienenfahrzeuge aus 17 Ländern
Messen
Auf der InnoTrans 2026 präsentieren 130 Aussteller auf dem Frei- und Gleisgelände 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern. Im Fokus stehen alternative Antriebe, autonome Lösungen im ÖPNV und neue Nachtzugkonzepte für komfortables Reisen.

Das Frei- und Gleisgelände gehört zu den Publikumsmagneten der Fachmesse. (Bild: Messe Berlin GmbH)
Auf dem Frei- und Gleisgelände der InnoTrans 2026 sind vom 22. bis 25. September 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern zu sehen. Insgesamt beteiligen sich 130 Aussteller an diesem Bereich, darunter 30 Unternehmen erstmals. Die Ausstellung umfasst rund 20.000 Quadratmeter Bruttofläche und zeigt einen breiten Querschnitt aktueller Entwicklungen in der Bahnindustrie.
Zu den Exponaten zählen Hochgeschwindigkeitszüge, Lokomotiven mit alternativen Antrieben, akkubetriebene Regionalzüge, Fahrzeuge für autonome Anwendungen im ÖPNV sowie Nachtzug- und Schlafwagenkonzepte. Einen Schwerpunkt bilden alternative Antriebstechnologien. Dafür bringen Hersteller unter anderem Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, Brennstoffzellen-Hybridtechnik und batterieelektrischen Konzepten nach Berlin.
Alternative Antriebe und internationale Logistik
Die Fahrzeugausstellung ist mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden. Exponate aus China und Südkorea wurden zunächst per Schiff nach Europa transportiert, teilweise ging es anschließend per Binnenschiff weiter in Richtung Berlin. Weitere Fahrzeuge reisen auf der Schiene oder über die Straße an.
Mit acht Modellen zeigt TATRAVAGÓNKA die meisten Fahrzeuge in diesem Bereich. Stadler Rail folgt mit sieben Fahrzeugen, darunter eine Schmalspurbahn mit Wasserstoffantrieb und ein akkubetriebener Regionalzug. Siemens Mobility und Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles stellen ebenfalls Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vor. CRRC präsentiert eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Hybridlokomotive, Alstom zeigt zwei »Traxx«-Lokomotiven mit Bordsignaltechnik.
Highspeed und autonome Mobilität im ÖPNV
Auch Hochgeschwindigkeitszüge gehören zum Programm. Hitachi und Hyundai Rotem zeigen mit »ETR1000 Frecciarossa« und »EMU 320« Fahrzeuge, die ein Tempo von mehr als 300 km/h erreichen können.
Im öffentlichen Personennahverkehr rücken autonome Lösungen stärker in den Fokus. Railevo präsentiert ein autonomes Schienentaxi. Ferrovie dello Stato Italiane stellt ein unbemanntes Fahrzeug vor. Die TH Ostwestfalen-Lippe zeigt mit »Monocab« ein autonomes Einschienenfahrzeug für den ländlichen Raum. Otiv plant zudem eine Demonstration, bei der ein Zug in den Niederlanden per Fernsteuerung bewegt wird.
Nachtzugkonzepte mit mehr Privatsphäre
Ein weiterer Themenbereich sind Nachtzüge. Mehrere Unternehmen zeigen, wie sich Reisen über Nacht künftig gestalten lässt. Im Mittelpunkt stehen Privatsphäre, eine effizientere Nutzung des verfügbaren Raums und neue Komfortkonzepte.
Nox Mobility präsentiert einen Prototyp mit privaten Räumen für eine oder zwei Personen. Die Luna Rail GmbH zeigt im Luna Rail Lab unter anderem zweigeschossige Sitz- und Liegebereiche sowie private Kabinen. Die Tricon AG hat gemeinsam mit Partnern das Projekt »ALISA« entwickelt. Die Abkürzung steht für angebotsdifferenziertes, leichtes und innovatives Schlafwagenkonzept. Mock-ups des Konzepts werden während der Messe in einem Zelt vor dem Eingang Süd präsentiert.
Die Veranstaltung deckt die Segmente Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction ab. Die nächste InnoTrans Asia ist für den 7. bis 9. September 2027 auf dem Singapore Expo-Gelände angekündigt.


