Bundesschienennetz: Investitionen bleiben auf hohem Niveau
Planung
Die Allianz pro Schiene meldet für 2025 erneut hohe Investitionen in das Bundesschienennetz. Der Bund erhöhte die Ausgaben auf 222 Euro pro Kopf. Gefordert werden verlässliche Mittel für Kapazitätsausbau, Aus- und Neubau sowie eine neue Finanzierungsarchitektur.

(Bild: Allianz pro Schiene e.V.)
Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut auf hohem Niveau in das Bundesschienennetz investiert. Nach einer Auswertung von Allianz pro Schiene und SCI Verkehr erhöhte der Bund seine Ausgaben für das Schienennetz im Jahr 2025 auf 222 Euro pro Kopf. Damit bleiben die Investitionen in die Schieneninfrastruktur nach Angaben der Organisationen hoch.
Im Mittelpunkt der Mitteilung steht die Forderung, dieses Niveau nicht nur kurzfristig zu halten, sondern dauerhaft abzusichern. Aus Sicht des Verkehrsbündnisses braucht der Aus- und Neubau des Bahnnetzes mehr Verlässlichkeit, damit Projekte über mehrere Jahre geplant und finanziert werden können. Besonders der überfällige Kapazitätsausbau im Schienennetz soll langfristig stärker mit Mitteln unterlegt werden.
Verlässlichkeit für Aus- und Neubau
Die Mitteilung betont, dass Investitionen in das Bundesschienennetz eine verlässliche Grundlage benötigen. Aus- und Neubauprojekte auf der Schiene lassen sich demnach nur dann planbar voranbringen, wenn die Finanzierung über mehrere Jahre gesichert ist. Kurzfristige Mittelzusagen reichen für solche Vorhaben nicht aus, wenn Kapazitäten im Bahnnetz ausgebaut und bestehende Engpässe angegangen werden sollen.
Das gemeinnützige Verkehrsbündnis fordert deshalb eine neue Finanzierungsarchitektur. Sie soll dazu beitragen, dass Schienenprojekte künftig nicht von Jahr zu Jahr neu abgesichert werden müssen, sondern mit einer tragfähigen Perspektive umgesetzt werden können. Der Fokus liegt dabei auf langfristiger Planbarkeit für Ausbaumaßnahmen im Netz.
Kapazitätsausbau im Schienennetz
Neben dem Erhalt des Investitionsniveaus verweist die Mitteilung auf den Bedarf an zusätzlichen Mitteln für den Kapazitätsausbau. Das Bahnnetz soll durch Aus- und Neubauprojekte so weiterentwickelt werden, dass es künftigen Anforderungen besser entsprechen kann. Entscheidend ist aus Sicht der Herausgeber, dass dafür ausreichende Bundesmittel bereitstehen und langfristig verfügbar sind.
Die Pro-Kopf-Investitionen werden als Kennzahl genutzt, um das Engagement des Bundes einzuordnen. Für 2025 wird ein Wert von 222 Euro pro Kopf genannt. Die Organisationen sehen darin ein hohes Niveau, verbinden damit aber zugleich die Erwartung, dass die Bundesregierung diese Linie fortführt und für den weiteren Netzausbau absichert.


